Herzliche Einladung zum Zeitzeugen-Gespräch mit
Günter Martins
Mittwoch, 24. April 2013, in der Gedenkstätte ehem. KGB-Gefängnis
17 Uhr: Führung durch das ehem. KGB-Gefängnis (Dr. Richard Buchner)
18 Uhr: Zeitzeugen-Gespräch – mit Diskussion
Moderation: Gisela Kurze, MEMORIAL
2001 erschienen die Erinnerungen G. Martins (seine Autobiographie):
„Ruki nasad – Hände auf den Rücken!“
zur Ausstellung „Von Potsdam nach Workutá“
Ruki nasad – mit diesen Worten beginnt für Günter Martins (geb. 1931 in Berlin) im Mai 1951 eine Odyssee durch die NKWD-Keller in Deutschland bis in das GULAG Workutá. September 1951: Verurteilung zu 15 Jahren Straflager, wegen Waffenbesitzes und angeblicher Spionage; Überleben in Workuta, Zwangsarbeit im Kohleschacht.
Erst nach Stalins Tod und der Erschießung des Geheimdienst-Chefs Bérija 1953 werden Millionen Zwangsarbeiter aus der GULAG-Zwangsarbeit befreit: Russen, Pole, Ukrainer, Deutsche. Abenteuerliche Heimkehr zu seiner Mutter, Dezember 1953. Auch sein Vater kehrt endlich zurück. Nach der Heirat 1954 neue Existenz im Land Brandenburg – fünf Kinder – heute auch Enkel und Urenkel. 1996 Rehabilitierung durch den Generalstaatsanwaltschaft der Russischen Föderation