Gedenk- und Begegnungsstätte Ehemaliges KGB-Gefängnis Potsdam e.V.

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag 14 bis 18 Uhr
Führungen: Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr nach Voranmeldung
Montag geschlossen

Eintritt frei

Gruppenführungen durch das ehemalige Gefängnisgebäude mit Dauerausstellung oder die ehemalige sowjetische Geheimdienststadt „Militärstädtchen Nr. 7“ in Potsdam
Dienstag bis Sonntag zwischen 10 und 18 Uhr. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich unter Tel. 0331-2011540

Spezialführungen durch unsere Vereinsmitglieder: 030-8012471 (Dr. Buchner)

Ostseite KGB-Gefängnis

Im Zusammenwirken mit verschiedenen Opferverbänden nehmen wir die Interessen der ehemals im KGB-Gefängnis Gefangenen und Verurteilten wahr und bemühen uns um die dokumentarische Erfassung der vielfältigen Erlebnisse in diesem Haus und der anschließenden Erfahrungen in sowjetischen Straflagern. Das gilt auch für deren Angehörige.

Durch persönliche Kontakte zu vielen der Opfer sind wir mit ihnen gemeinschaftlich verbunden und nehmen ihre inneren und äußeren Verletzungen und Traumata ernst. Wir stehen ein für die Aufarbeitung ihrer grausamen Erlebnisse unter Stalin und seiner Geheimdienste.

Am authentischen Ort des ehemaligen Gefängnisses der Roten Armee machen wir neuerdings wieder Spezialführungen, organisieren Zeitzeugengespräche und andere Veranstaltungen. Dafür pflegen wir einen Arbeitskontakt mit der Gedenkstättenleitung, bei dem wir den speziellen Charakter der Gedenk- und Begegnungsstätte als eine von kommunistischer Gewaltherrschaft und stalinistischem Terror geprägte deutlich machen möchten. Wir fördern den nationalen und internationalen Dialog darüber, um geschichtliche Wahrheiten aufzudecken. Sie sollen unsere Gesellschaft vor einer Wiederholung von kommunistischer Diktatur und Gewalt schützen helfen und das Trachten nach Frieden und Freiheit in unserem Land hochhalten.

Mit den öffentlichen Zeitzeugengesprächen und Projekten zur geschichtlichen Aufarbeitung der Nachkriegszeit fördern wir die politische Bildung und tragen zur Verständigung und Versöhnung zwischen den Völkern bei. Insbesondere von der derzeitigen Leitung der Gedenkstätte erwarten wir Dialogbereitschaft, grundsätzliche Offenheit und Lernbereitschaft gegenüber allen Zeitzeugen und Fairness im Gegenüber unseres ehrenamtlichen Engagements.



Literatur von Hans Günter Aurich: Und der Morgen (PDF) leuchtet in der Ferne, ebenfalls von Bodo Platt: Sobirai weschtschi! Pack deine Sachen! (PDF)

Gedenkstätte JA ! KGB-Museum NEIN !

Zusammen mit MEMORIAL-Deutschland e.V. und einer Zeitzeugeninitiative, die sich aus unseren Reihen gebildet hat, haben wir fundamentale Einwände gegen die am 18. April neu eröffnete Dauerausstellung der Gedenkstätte, weil sie die Operation der sowjetischen Spionageabwehr und nicht den unter Gewalt und Willkür gestandenen hilflosen Menschen in den Mittelpunkt rückt und wichtige Themen im Zusammenhang mit den Opferbiographien auslässt oder verwässert.

Die Ausstellung verfehlt den Stiftungsauftrag der Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße, denn einzelne Spionage-Fälle werden aufgebläht, die oft barbarischen Strafen bagatellisiert – an die Schicksale Hunderter unschuldig Inhaftierter wird nur bruchstückhaft erinnert. Mit ihrer Inhaftierung in der Leistikowstraße durch die sowjetische Besatzungsmacht begann für sie ein langer Leidensweg, der in den GUlag oder in Gefängnisse führte. Viele wurden zum Tode verurteilt und erschossen. Daran erinnert die neue Ausstellung nur wenig. Ebenso fehlen Informationen zu Widerstandsgruppen.

Die Rechte der Zeitzeugen auf eigenständige Arbeit in dieser Gedenkstätte wurden seit 2009 in unzulässiger Weise behindert - Zeitzeugengespräche, Führungen oder Auslagen von Veröffentlichungen der Erinnerungen ehemaliger Häftlinge dieses Gefängnisses und Dokumentationen wie 1999-2006 in der Gedenkstätte gar nicht oder nur sehr eingeschränkt zugelassen.

 

Gedenkstättenverein KGB-Gefängnis